Samstag, Juni 16, 2007

Nächstes Jahr gleiche Zeit

Jedes Jahr um diese Zeit ist es wieder aufs neue soweit: Diplomprüfungen. Nächstes Jahr wird es auch endlich bei uns soweit sein. Der Gedanke daran macht mich doch ein wenig nervös. Naja, hab ich mir (und auch einige andere) gedacht, und mich dazu entschlossen mir die diesjährigen Diplomprüfungen zwecks seelischer Vorbereitung anzusehen. Ich war entsetzt. Ganz anders als bei der Matura tragen die Prüfer sehr seeeeeeeeeeeeehr legere Kleidung und geben dem armen Prüfling noch nicht mal die Hand (bis auf einen). Die Präsentation der Diplomarbeit wird fast gänzlich ignoriert von den Lektoren. Die Verteidigung der Diplomarbeit ist auch mehr eine Farce denn eine wirkliche Verteidigung. Die anschließenden vier Fragen (2/Fachbereich) sind auch nicht allzu schwer (aber in der Hitze des Gefechts ...), das Desinteresse der anwesenden Lektoren aber dennoch allzu offensichtlich. Eine richtige "Prüfungsstimmung" will aus meiner Sicht nicht so wirklich aufkommen (der Prüfling sieht das sicher ganz anders). Was mich wie immer bei so einer Prüfung (war bei der Matura nicht anders) fertig macht, ist, dass 4 Jahre meines Studiums in 45 Minuten abgehandelt werden. Vollkommen egal, was ich diese 4 Jahre gemacht habe, entscheidend sind diese 45 Minuten. O Mann. Ehrlich, das ist Wahnsinn. Genauso die Tatsache, dass meine Durchkommen von Lektoren abhängt, die weder interessiert sind und noch viel schlimmer extrem schlecht gelaunt sind. So ist das Leben. Ein Jahr hab ich ja noch. Dennoch dreht sich bei mir (eigentlich bei vielen) alles um nächstes Jahr. Diplomarbeit (Welches Thema? Welcher Betreuer?) und Diplomprüfung (Was werde ich gefragt? Wer prüft mich?), beides Dinge die mich schon jetzt den letzten Nerv kosten.

Dienstag, Mai 01, 2007

Alles gegen mich

Nach vier Stunden 15 Minuten qualvollen Unterrichts, stürzte ich mich am Freitag um kurz vor 18 Uhr ins Wochende. Sprich: ich bin vom burgeländischen Flachland ins niederösterreichische Sturmgebiet gefahren. Ah, endlich! Nach meiner ereignislosen Autobahnfahrt, kamen dann noch 8,5 km Bundesstraße. 8,5 km können seeeeehr lange sein. Der ortseigene Tierarzt verschwor sich mit anderen Mitbürgern gegen mich, und fuhr gelassene 70 km/h Richtung Heimat. Nicht mit mir! Denkste, überholen ging leider nicht. Dank der ganzen Sonntagsfahrer die schon Freitags unterwegs waren. Ok, nur die Ruhe. Bieg ab und fahr über die Bahnstraße (ist eigentlich ein Promilleweg: gehört Heurigengehern und Fahrradfahern, welche lieber auf der Bundesstraße ihr dasein fristen), und trickst sie alle aus. Zu meiner großen Begeisterung fuhren auf diesem sonst unbenützten Weg zwei Radfaher nebeneinander, die ich leider nicht gleich überholen konnte, weil mir ein Leidensgenosse entgegenkam. Ok, dann danach. Der männliche Radfahrer hat mich kommen hören und sehen und fährt - wie um mich zu quälen - wieder in die Straßenmitte und natürlich ganz langsam. Was denn auch sonst. Ich würds genauso machen. Einmal die Hupe gedrückt, ein Blick von ihm, ein Blick von mir zurück - und schon ist er auf die Seite gefahren! Endlich zuhause!
Nächster Tag, Samstag. Einkaufen mit Mama. Radfaher, Fußgeher, beknackte Autofahrer - der übliche Samstagvormittag. Ach was bin ich froh wieder zuhause zu sein!
Gestern, Montag. Gings ab in die Landeshauptstadt, wieder einkaufen mit Mama. Da steh ich vorne an meiner Kreuzung und werde - die Spannung steigt - fast von einem PKW niedergemetzelt. Und warum? Weil unsere tolle Stadtgemeinde und der achso tolle Verschönerungsverein der Meinung sind, bei einer gefährlichen Kreuzung, bei der man ohnehin nicht Aussieht, zusätzlich, um das ganze noch aufregender zu machen, meterhohe Büsche/Sträucher (UNKRAUT) hinzupflanzen. OK, nichts passiert, lasst uns weiterfahren. In der eben genannten Stadtgemeinde hätte mich dann beinahe eine Radfahrerin niedergefahren (ICH SAß IM AUTO), weil sie einfach nicht schaut und abgebogen ist. Gott sei Dank ist meinem geliebten Auto nichts passiert. In St. Pölten wars leider nicht besser. Aber klar, war ja ein Fenstertag, was sonst. Wie dem auch sein, der Gemeinde hab ich ein böses Mail wegen dem Unkraut geschrieben, einen Stecken ins Auto gelegt um die Radfaher zu bestrafen und die Autofaher? Rache ist süß, und kleine Sünden strafe ich sofort, die Frage ist nur wie ....

Samstag, März 17, 2007

Geschöpfe der Nacht oder Die Anstalt

Vergangenen Mittwoch Abend war es wieder soweit: Partytime! Ich, das geborene Partygirl, blieb vorsichtshalb gleich in meinem Zimmer und gab mich der Fernsehsucht hin. Als um elf Uhr abends der Lärmpegel die Grenze weit überschritt, machte mir dies nichts aus. Hey, die kleinen Kinder und Irren müssen auch irgendwann mal rumtoben können. Davon abgesehen, bilde ich mir das ja sowieso immer nur ein ... Als die zarten Töne "Das alles ist Deutschland, das alles sind wir" aus dem Nachbarzimmer drang, freute ich mich, immerhin erkannte ich dieses Lied. Leiter reichte es aufgrund des anscheinend schon etwas erhöhten Alkoholspiegels nicht zum ganzen Liedtext. Naja, ein andermal vielleicht.
Um dreiviertel zwölf kam eine Leidensgenossin bei mir vorbei, um sich zu vergewissern, dass es nicht nur bei ihr so laut ist. Nach einem kurzen Tratsch verließ sie mich wieder, und auch meine Nachbarn machten sich anscheinend wieder auf den Weg zur Party. Jihaaaaaaaaaa! Ich kann schlafen gehen, nein doch nicht, ich seh mir noch nen Film an. Um viertel nach eins lieg ich im Bett und träume auch schon von ... Plötzlich, völlig spontan und unerwartet (halb vier uhr morgens), werde ich durch lautes Poltern und schlagen gegen eine Tür geweckt. Ah, nur Einbildung, denk ich mir. Nö, keine Einbildung. Auf dem Gang befinden sich zwei bis drei nicht identifizierte Individuen, die mit lautem Gebrüll und agressivem Schlagen gegen die Tür versuchen, meinen Gegenüber-Nachbarn dazu zu bringen sie reinzulassen. Nach fünf Minuten will ich schon meine lieben Freunde vom Journaldienst holen (Yeah, ICH LIEBE EUCH!), aber da verlassen diese merkwürdigen Gestalten auch schon wieder ihr Plätzchen vor der Tür. Ja, endlich weiterschlafen. Zehn Minuten später: Auftritt der armen Irren Teil 2. Nochmal das ganze von vorn. Diesmal aber haben sie Glück: der Zimmerbewohner öffnet tatsächlich die Tür (ich hätts ja nicht gemacht, zumindest nicht ohne einen Kübel eiskalten Wassers ...) und lässt sie hinein um mit ihnen drinnen lauthals weiter zu diskutieren (wahrscheinlich über die Tatsache, dass ihre Medikamente abgesetzt wurden, und es ihnen jetzt vieeeeeeeel besser geht ...). Irgendwann mal, wird es meinen armen Gestörten aber langweilig und sie verlassen die Bühne.
Am nächsten Tag, tausche ich mich mit anderen Heimbewohnern aus, hier erfahre ich, das dieser Wahnsinn in der gesamten Anstalt, ähhh, im ganzen Studentenheim sein Unwesen treibt. So kam mir zu Ohren, dass ein verwirrtes Wesen den Gang auf und ab lief und "AAAAAAAAAAAAAAAH!" schrie.
Liebe Anstaltsleitung, ähhhh Heimleitung, tut doch etwas! Helft diesen armen Seelen! Nein, das geht ja nicht, ihr seid ja damit beschäftigt die Heimleitungsparkplätze auszuweiten. Ich meine, natürlich jeder von der Heimleitung benötigt mindestens drei Parkplätze ....

Sonntag, Februar 11, 2007

Ein übermächtiger Feind

Hier sitze ich nun. Eine Woche "Vorlesungsfreie Woche" zwei Wochen habe ich nun noch vor mir. Da stellt sich die Frage: "Wie war die Woche so?" Ach, sie war ganz nett. Hatte ich doch einen tollen Ferienanfang. An meinem ersten freien Tag stürzte ich mich voller Vergnügen ins Badezimmer um mir ein wohltuendes Bad zu gönnen. Nach einer guten Stunden war ich so aufgeweicht, dass ich mich dazu aufraffte meine Haare und mich selbst nochmal einzuschäumen. Das Badewasser ließ ich währenddessen in Richtung Kanal verschwinden. Als ich dann zur Brause griff, kam der Schreck: kein Wasser. Arrgh! Was nun? Raus aus der Wanne und Richtung Türe. Ein Hilfeschrei meinerseits an meine Eltern: "Kein Wasser! Tut was!" Meine Eltern ab in den Keller zur Wasserpumpe. Das erste was ich hörte, stimmte mich nicht sehr zufrieden: "Ich glaube unsere Pumpe ist kaputt." Oho. Nicht akzeptabel. Was nun? Bei 2°C rüber zur Oma und da fertig duschen? Nee. Dann die Entwarnung: "Ich glaub ich habs! Probiers mal!" Gott sei Dank! Das Wasser läuft! Jetzt denkt ihr sicher, dass ist jeden schon mal passiert, nimm es nicht so tragisch. Aber Ha! Mir ist es innerhalb kurzer Zeit zweimal passiert, und immer dann wenn auch meine Haare vollgeschäumt sind und meine Augen mit Shampoo gefüllt sind. Mittlerweile habe ich die Vermutung (ich kanns noch nicht beweisen), dass gewisse Personen (ich nenne keine Namen) an der Pumpe ein klein wenig rumpfuschen um mich so aus dem Haus zu bewegen ...
 
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