Sonntag, Februar 15, 2009

Wenn manche versuchen zu übersetzen ...

Eine Bekannte von uns war mit Freunden in Salzburg auf Urlaub. In einem Kaffeehaus saßen am Nachbarstisch Deutsche und unterhielten sich - zum Erstaunen der besagten Bekannten - nicht im österreichischen Dialekt sondern auf "Hochdeutsch". Die Deutschen unterhielten sich über die Speisekarte und waren sich nicht sicher, wie manche österreichische Gerichte richtig ausgesprochen werden. Da wir Österreicher ja - vor allem gegenüber unserer Lieblingsnachbarn - bekanntlich als äußert freundlich und hilfsbereit gelten, wandten sich unsere Landsnachbarn an meine Bekannte und baten um Hilfe: Sie waren sich nicht ganz sicher wie man "Salzburger Nockerln" ausspricht (um ehrlich zu sein, ich denke nicht, dass es da eine typisch österreichische Aussprache gibt, aber wie gesagt, es waren halt Deutsche ... Das geht natürlich nicht gegen meine Lieblingsdeutsche und eigentlich sowieso Österreicherin!!!). Meine Bekannte wollte nicht als "Bauerntrampel" abgestempelt werden und versuchte sich im höchsten Deutsch das sie beherrscht und erklärte den deutschen Urlaubern, dass in Österreich Salzburger Nockerln als "Salzburger NAckerl" ausgesprochen werden. Und nein, das ist kein Tippfehler. Sie sagten "N!a!ckerl". Tja, das ging wohl voll in die Hose - zumindest bei ihren Freunden, denn den Deutschen leuchtete das irgendwie ein ...

Mittwoch, Februar 04, 2009

Drenter der Bahn ...

... lebt man wie in Sodom und Gomorrha. Drenter der Bahn bedeutet, hier in meinem kleinen Ort, alles was hiner der Eisenbahnlinie liegt (also nicht auf meiner Seiter der Bahn, sondern unten im Ort, direkt neben der Kirche ...). Die Erklärung? Ganz einfach: da unten treibts jeder mit jedem und das ganz öffentlich. Naja, natürlich nicht auf öffentlichen Plätzen, aber jeder weiß Bescheid, auch die Ehepartner. Und die sind gar nicht böse, weil sie ja selbst nicht gerade treu sind. Das macht aber nix, weil sie trinken mit dem Geliebten ihrer Frau trotzdem ein Bier oder gehen Jagen oder Angeln oder was weiß ich. Einige wohnen auch im Haus der Schwiegereltern, sind aber eigentlich getrennt vom Partner und pflegen eine neue Beziehung - und zwar unter dem Dach der Schwiegereltern!!! Der reinste Sündenpfuhl ist diese Gegend! Woher ich das weiß? Zum Teil hat mir das mein Bruder schon erzählt - und ich bin über manche Geschichten noch immer schockiert - aber heute bei einem Spaziergang haben wir ne schrullige alte Dame aus dem Nachbarort (trotzdem drenter der Bahn) getroffen. Die hat uns so einiges erzählt (auch nicht jugendfreie Sachen, bei der so manchem die Schamesröte ins Gesicht steigen würde). Tja, das hat man davon, wenn man seine Mutter mit an die frische Luft nimmt: sie sucht sich jemandem zum quatschen und man selbst muss sich das alles anhören (okay, gewisse Dinge waren echt interessant zu erzufahren) und bekommt dann noch Hintergrundinformationen, DIE man wirklich NICHT wissen wollte.
So ist das Landleben drenter der Bahn ...

Dienstag, Januar 27, 2009

Matratzentango

Wie ihr wisst, habe ich mir vor ca. genau einem Jahr ein neues Bett gekauft. Natürlich mit Matratze. Das zweisame Glück währte jedoch nur bis Oktober. Da fingen nämlich meine Rückenschmerzen an, und ich habe normalerweise keine Rückenprobleme. Nach näherem Betrachten meiner Matratze fiel mir auf, dass diese in der Mitte durchgelegen war. Und das obwohl sie grade mal 8 Monate alt war und nur von einer Person belegt wird. Also, im Geschäft angerufen und darauf hingewiesen dass das nicht sein kann. Ja, man kümmere sich darum. In ein paar Tagen melden wir uns. WIR haben uns dann Anfang Dezember nochmal gemeldet, weil die nichts von sich haben hören lassen. Jaja, wir geben Bescheid, wurde uns mitgeteilt. In der Weihnachtswoche kam dann der Matratzenvertreter und meinte, dass eine 5-Zone-Matratze (ich hatte ne 7-Zonen) besser wäre für mein 1,40 m breites Bett, vor allem, wenn ich überwiegend alleine darin schlafe (zwecks Gewichtsverteilung oder so) und auf alle Fälle eine zum Wenden (die hatte nur eine Liegeseite) und die Matratze hätte auf alle Fälle einen Fabrikatsfehler, deshalb Umtausch auf gleiches Modell oder ne neue. Also ab ins Geschäft und eine neue, weil ich will eine Matratze zum Wenden. Die ach-so-nette-und-ach-so-kompetente Verkäuferin wies mich darauf hin, dass sie keine 5-Zonen-Matratzen hätte von der Matratzenfirma. Okay, also, dann auf zum Testen. 4 Matratzen hab ich durchprobiert, nur eine hat gepasst, die anderen waren zu weich zu hart oder konnte man nicht wenden. Problem: diese Matratze ist billiger als meine. Tja, da konnte sie mir auch gleich nicht den Preis sagen. Bei den anderen drei Matratzen hat sie mich aber schon jedes mal ganz dezent darauf hingewiesen, dass diese teurer wären und ich dann was aufzahlen müsste. Aber, den Preis der gewünschten Matratze (ob teurer oder billiger) konnte sie mir natürlich nicht sagen. Aber bekommen tun wir sie, in der 3 Kalenderwoche des neuen Jahres. Tja, bekommen hab ich sie heute. Fazit: es ist eine 5-Zonen-Matratze, was ich sehr eigenartig finde, hatten sie doch gar keine 5-Zonen-Matratzen unad sie ist doch glatt um 80€ billiger. Aber das Geld zurückgeben? Nein, das ist nicht üblich. Aber wenn die Matratze teurer gewesen wäre, hätten wir schon draufzahlen müssen, oder? JA!, kam so gleich die Antwort. Tja, dann würd ich sagen umgekehrt funktioniert das genauso. Jetzt muss man sich nur noch einigen, wie.
Auf alle Fälle, werde ich in diesem Geschäft NIE WIEDER einen Fuß setzen. Jedes Mal, wenn wir dort was kaufen, geht es schief. Und das Verkaufsgespräch (sowohl das 1. als auch das 2.) waren eine einzige Farce, wenn ich jetzt so zurückdenke. Deshalb könnt ich mich noch immer in den Popo beißen.

Freitag, Januar 23, 2009

Nur ein Genie beherrscht das Chaos

Nicht nur Albert Einstein hat nach diesem Motto gearbeitet, nein, auch mein Papa hatte sich dieser Philosophie angeschlossen. Wie schon mehrmals berichtet, studiert mein Papa ja seit zwei Jahren und schreibt derzeit - oder hat geschrieben - an seiner finalen Master Thesis. Das Ganze ein wenig unorganisiert und unbeschwert. Abgabetermin wäre vergangenen Montag gewesen. Während den Weihnachtsferien hat er nicht wirklich was geschrieben, die Recherche hatte er vorher schon erledigt. Vorige Woche hat er sich dann mal ernsthaft hingesetzt und angefangen seine wirren Gedanken und zahlreichen Fakten und Daten zu Papier zu bringen. Dann ist er auch noch krank geworden und lag zwei Tage im Bett mit Fieber. Somit war der Abgabetermin nicht mehr zu schaffen. Mein Angebot, die Arbeit Korrektur zu lesen und zu layoutieren, hat er dankend angenommen. Also hab ich mich die ganze Woche dran gemacht, die Arbeit in eine "annehmbare Form zu bringen". Korrektur lesen ging ja noch, auch das layoutieren (wobei ich mich noch immer frage, wie er es geschafft, die Fußnoten so derart zu verunstalten!!!). Wo ich dann wirklich schon etwas am verzweifeln war, waren die Quellenangabe und das absolut nicht korrekte Literaturverzeichnis. Quellenangaben müssen laut dieser Uni in die Fußnoten - kein Problem - aber was genau schreibt man da hin? Das weißt keiner dieser Studenten so genau, auch nicht mein Papa. Vorgestern und heute bin ich jeweils den ganzen Tag vorm PC gesessen und habe die richtigen Angaben im Text gemacht und die Quellen standesgemäß (mit sämtlichen notwendigen Informationen) im Literaturverzeichnis aufgeführt. GottseiDank gibt es das Internet. Weil zum Teil waren die Informationen zu Zeitungsartikeln, Magazinen und Bücher sehr, seeeeeeeeeehr unvollständig. Vor ca. anderthalb Stunden konnte ich dieses Chaos als geordnete Arbeit meinem Papa übergeben, der diese dann sogleich an seinen Betreuer schickte.
Tja, wie gesagt, nur ein Genie beherrscht das Chaos ...
 
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